Das Flüstern der Nacht (Peter V. Brett)

Auf Empfehlung hin habe ich dieses Buch gelesen – ohne den ersten Band zu kennen (aber das werde ich bald ändern). Und auch, wenn an manchen Stellen etwas Vorwissen zur ersten Geschichte vorausgesetzt wird, hat mich das Buch total in seinen Bann gezogen – die 1006 Seiten waren im Nu durch ;). Mit etwas Phantasie kann man sich ohnehin alle Andeutungen, die bezüglich der Vorgeschichte gemacht werden, zusammenreimen.

Zur Geschichte: Die Menschen leben in einer Zeit, in der es tödlich sein kann, nachts ungeschützt zu sein. Denn dann steigen verschiedenste Arten von Dämonen an die Oberfläche, gegen die man sich nur mit speziellen Siegeln schützen kann und die Welt wartet auf den ‚Erlöser‘, der sie von dieser Geißel befreit. Zwei Männer scheinen dafür in Frage zu kommen: Ein krasianischer Herrscher, der diesen Titel um alles in der Welt haben möchte, egal, ob erwählt oder nicht und der alles dafür opfert, um gegen die Dämonen in den Krieg zu ziehen. Und dann gibt es noch Arlen, den Protagonisten aus dem ersten Band, der allem Anschein nach der Erwählte sein könnte, dies aber selber nicht glauben kann oder will – er will letztlich nur, dass jeder Mensch dazu befähigt wird, sich gegen die Dämonen zu schützen und sie zu vernichten.
Diese beiden ungleichen Charaktere haben natürlich auch ein Zusammentreffen, dass sich im Lauf der Zeit von tiefer Freundschaft zu Hass wandelt und selbstverständlich kommen noch jede Menge Nebendarsteller zum Zuge, die entweder auf der Seite des einen oder des anderen stehen (oder eben irgendwo dazwischen). All diese Menschen treffen zum Ende der Geschichte aufeinander und ich kann es kaum erwarten, dass der dritte Band erscheint, in dem sich auch Arlen und der krasianische Herrscher wieder begegnen und es sicherlich zu einem spannenden Showdown kommt.

Das Buch ist sehr gut geschrieben – ohne lästige, zu weit ausufernde Nebenstories, die für den Verlauf der Handlung bedeutungslos sein könnten. Alle Personen sind toll charakterisiert und man kann sie sich schnell vorstellen und verteilt als Leser ebenso rasant seine ‚Brownie-Points‘. Die Unterschiede zwischen den südländischen Kämpfern und den Nordländern und ihrer Kultur kommen einem natürlich sehr bekannt vor, sind sie doch stark den vorherrschenden Bildern und Meinungen der aktuellen Zeit entlehnt – aber Brett gelingt es mühelos, jede Lebensart so darzustellen, dass man Verständnis für beinahe jede Handlung aufbringt, ohne einen Groll zu hegen.

Eine tolle Fantasy-Saga, die wirklich extrem fesselnd ist!

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