Das Lied der Dunkelheit (Peter V. Brett)

Obwohl ich die beiden bisher erschienenen Bücher dieser Trilogie in umgekehrter Reihenfolge gelesen hab (zuerst hatte ich den zweiten Teil um Arlen und seine Mitstreiter ‚Das Flüstern der Nacht‘ gelesen und dann erst den Einstiegsband), tat es der Spannung und mitreißenden Stimmung der Geschichte keinen Abbruch. In vielerelei Hinsicht war ich sogar ein wenig froh schon vorab zu wissen, dass bestimmte Personen überleben beziehungsweise wohin ihr Weg sie führen wird, sonst hätte ich sicherlich etliche durchlesende Nächte verbringen müssen, weil ich es vor Spannung kaum ausgehalten hätte.

Im ersten Teil dieser großartigen Reihe werden die Anfänge von Arlen, dem Tätowierten Mann, und den weiteren Protagonisten des Buches erzählt. Man erfährt einiges darüber, was in Arlens, Leeshas und Rojers Kindheit geschehen ist und wie diese drei wichtigen Personen ihre Kenntnisse im Kampf gegen die Dämonen erworben haben. Und nicht zuletzt wird natürlich umfassend geschildert, wie sich die Wege der drei kreuzen.

Auch hier hat mir wieder besonders gut gefallen, wie dicht das Netz spannungsgeladener Situationen gewoben ist, ohne jedoch zu überlastet zu wirken. Der Stil fängt den Leser sofort ein und man ist schon nach der zweiten Seite mitten in der Welt und ihrer Dämonen gefangen. Wie es für die meisten Fantasyromane typisch ist, befindet man sich auch hier eher in einer Welt, wie wir sie als mittelalterlich bezeichnen würden, wobei Brett sich einige durchaus originelle Ideen hat einfallen lassen um zu erklären, warum die Welt so ist, wie sie ist und dass es dort durchaus eine Zeit gab, die vom technischen Stand her mit unserer aktuellen Lebenswelt zu vergleichen ist. Nachdem die Menschen aber alles in Schutt und Asche gelegt haben, befindet sich die Gesellschaft nun eher wieder in ihren Anfängen, bewegt sich mithilfe von Pferden und Kutschen von A nach B und muß viele Erfindungen erst wieder neu machen. Wie diese kleine Weltgeschichte immer wieder in Nebensätzen erläutert wird, um die Story flüssig und logisch zu halten, gefällt mir sehr gut.

Während im zweiten Band näher auf die Dämonen und ihre Herrscher eingegangen wird, erhält man im ersten Teil nur fragmenthafte Einblicke in die unterschiedlichen Dämonenarten. Allerdings wurde für mich hier doch einigermaßen deutlich, warum Arlen nach und nach selber zum Dämon wird, denn auch darauf wird im zweiten Teil sehr stark eingegangen, war mir aber durch das Fehlen des ersten Teiles einigermaßen unverständlich.

Insgesamt kann ich nur empfehlen beide dieser dicken Wälzer zu lesen (am besten auch in der richtigen Reihenfolge). Ich warte schon sehr gespannt auf den dritten Teil und frage mich schon jetzt, wie sich der selbsternannte und der vermutlich tatsächliche Erlöser wohl einigen werden, wenn es zum weltumfassenden Kampf gegen die Dämonen kommt. Es wird mit Sicherheit unglaublich spannend und lesenswert!

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