Dünnes Eis (John Lescroart)

Endlich mal wieder ein Buch, bei dem man sich beim Lesen einigermaßen konzentrieren muß, um nicht gleich zu Beginn den Überblick zu verlieren. Es gibt viele wichtige Namen, die für die Folgegeschichte alle wichtig sind und schon zu Anfang eingeführt werden. Da sind die diversen Strafverteidiger, Richter, Polizisten etc., die mehr oder minder miteinander zu tun haben und mit den diversen Verbrechen und Geschichten, mit denen dieses Buch aufwartet. Vielleicht hab ich aber auch zum Teil Probleme mit der Einordnung der Figuren gehabt, weil dies mein erster Roman des Autors ist und es schon Vorgängerbände gibt, in denen teilweise dieselben Personen auftauchen. Nichtsdestotrotz kommt man gut in die Geschichte rein und sie ist spannend – von der ersten bis zur letzten Seite.

Hauptstory ist, dass die junge und ehrgeizige Strafverteidigerin Amy Wu einen Jugendlichen vertreten soll, dessen Fall sehr klar scheint. Andrew soll seine Freundin und einen Lehrer erschossen haben – aus Eifersucht, weil er glaubte, die beiden hätten ein Verhältnis. Amy will das geringstmögliche Strafmaß herausholen, indem ihr Mandant (gegen den sämtliche Indizien sprechen), sich schuldig bekennt. Nur spielt Andrew dabei nicht mit. Da Andrew ein Spross aus reichem Haus ist, wird Amy in diesem Prozess von ihrem Vorgesetzten Dismas Hardy unterstützt, der zufällig schon lange mit dem Polizeichef befreundet ist.
Parallel zur Geschichte um Andrew und den Doppelmord, ereignen sich in der Stadt noch weitere Straftaten, auf die ein Team von Polizisten (unter der Leitung von Polizeichef Glitsky) mit vollem Eifer bearbeitet. Ob und wie diese verschiedenen Verbrechen miteinander zusammenhängen, dass sollte man schon selber herausfinden. Fakt ist, dass es sehr viele Nebenhandlungen gibt (vieles auch, was sich auf Geschehnisse in der Vergangenheit bezieht) und diese sowohl kriminalistischer, als auch privater Natur sind. Am Ende reiht sich aber alles zu einer soliden Story zusammen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde mir sicherlich noch das ein oder andere Werk des Autors zu Gemüte führen.

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