Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet (Alan Bradley)

51Mw9Ha9y3L._AA160_Das Cover und die Kurzbeschreibung haben mich gleichermaßen angesprochen. Bisher waren mir sowohl Autor, als auch Buchreihe völlig unbekannt und für Vielleser sind ganze Serien ja immer interessant – dann geht einem wenigstens nicht so schnell potentiell interessanter Lesestoff aus.

Das Buch als solches hinterlässt mich nach der Lektüre eher zwiegespalten. Einerseits fand ich die Story ganz gut, die Protagonistin sehr ansprechend und den zeitlichen Rahmen, in dem sich alles abspielt, recht gelungen. Andererseits wurde ich nicht so ganz warm mit Sprache und Erzählweise des Romans.

Die Geschichte ist im England der 1950er Jahre angesiedelt. Protagonistin Flavia de Luce ist 11 Jahre alt, Halbwaise und lebt mit ihrem Vater und ihren beiden älteren Schwestern auf einem altenglischen Herrensitz. Der Vater ist ein verschrobener Kauz, der sich fast ausschließlich mit seiner Briefmarkensammlung beschäftigt, als sich um die heranwachsenden Töchter zu kümmern. Flavia, die jüngste, beschäftigt sich vorzugsweise mit Chemiebüchern und der praktischen Erforschung diverser Chemikalien. Das Verhältnis zu ihren beiden älteren Schwestern lässt sich, vorsichtig ausgedrückt, als anstrengend bezeichnen. Versorgt werden die de Luces von einer Haushälterin und um Besorgungen, die Pflege des Anwesens und einiges mehr, kümmert sich ein älterer Herr, der allem Anschein nach unter posttraumatischen Störungen aufgrund schlimmer Kriegserfahrungen leidet.

Eines morgens entdeckt Flavia im Gurkenbeet einen Toten, ihr Vater wird unter Mordverdacht festgenommen und Flavia ermittelt auf eigene Faust, um den Täter zu stellen. Hierbei erfährt sie nicht nur einiges über die Vergangenheit ihres Vaters, sondern auch sehr viel über die Bewohner ihres Heimatortes.
Eigentlich ist das schon fast alles, was man zu der Story sagen kann, ohne zuviel zu verraten. Es geht um einen aktuellen Mord, vergangene Unglücksfälle, Diebstahl, Briefmarken und Gift.

Die ganze Geschichte findet zu einem runden Ende, es ist zwischenzeitlich recht spannend und insgesamt eine solide Kriminalgeschichte. Nur der Stil konnte mich nicht so ganz in seinen Bann ziehen. Die Ausdrucksweise und den Satzbau fand ich zwischenzeitlich sehr anstrengend und insgesamt hat mich das Buch nicht so gefesselt, wie es möglich gewesen wäre und wie ich es mir gewünscht hätte. Man kann es ganz gut lesen, aber zwischenzeitlich fand ich es etwas langweilig und die kleine Flavia doch sehr nervig (ebenso die Menschen in ihrem Umfeld, allen voran den Chefermittler).

War ok, es zu lesen und vielleicht geb ich auch einem der Folgebände noch eine Chance – wenn sich da daber nichts im Erzählstil tut, dann wird es nicht ‚meine‘ Reihe werden.

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