Amok (Tom Bale)

amokNachdem ich ‚Overkill‘ von Tom Bale durch hatte, wollte ich unbedingt noch einen Thriller dieses Autors lesen. Meine Wahl fiel auf ‚Amok‘, weil sich der Klappentext äußerst spannend anhörte. In dem Roman geht es um eine junge Frau (Julia), die einen Amoklauf in in einem kleinen, englischen Dorf nur knapp überlebt. Während die Polizei davon ausgeht, dass sich der Todesschütze nach seiner Tat selbst gerichtet hat ist Julia fest davon überzeugt, einen weiteren Mann gesehen zu haben, der den Amokläufer, nachdem er diesen freundschaftlich begrüßt hat, erschossen hat. Und genau dieser zweite Mann hat sie beinahe erschossen. Die Polizei glaubt ihr nicht und schiebt ihre Aussage auf das Trauma, das sie zweifelsohne erlitten hat. Nur ein Mensch versucht, mit ihr gemeinsam die Wahrheit über den Tag des Amoklaufs ans Licht zu bringen: Journalist Craig, dessen Vater ebenfalls an jenem schicksalsträchtigen Tag ums Leben kam.
Soweit in etwa das, was man auf dem Umschlagtext lesen kann und ich muss sagen, die ersten Seiten des Buches sind unfassbar spannend und fesseln einen, so dass man Seite um Seite weiterlesen möchte. Der Stil, in dem Bale schreibt (bzw. wie es übersetzt ist), ist in meinen Augen extrem gut – man ist sofort in der jeweiligen Situation drin und die Beschreibungen, Wortwahl und Satzbau fesseln einen vom ersten Satz an. Etwas, das mir bereits bei dem ersten Buch, dass ich von Bale gelesen hatte, äußerst positiv aufgefallen ist. Allerdings hat das Buch inhaltlich etwa ab der Hälfte angefangen, zu schwächeln. Vieles wurde einigermaßen vorhersehbar und zum Ende wirkte die Story einigermaßen konstruiert, so als wäre die Geschichte eigentlich länger gewesen und hätte dann auf die Highlights und die Auflösung hin extrem zusammengekürzt werden müssen. So muss ich ehrlich sagen, dass ich mit dem Ende des Buches nicht so ganz zufrieden war. Nichtsdestotrotz ist es ein Thriller, den ich gerne weiterempfehlen möchte, denn es gibt einige, unerwartete Punkte in der Geschichte, die Perspektive des unbekannten Killers, aus der recht viel erzählt wird, ist eine sehr gute und spannende Einheit im Roman und es gibt viele, unterschiedliche Personen, die am Ende zu einer Einheit zusammengewebt werden. Alles in allem ein solider, gut geschriebener und sehr spannender Thriller, dem nur leider zum Ende hin das gewisse Etwas fehlt und bei dem etwas weniger dann doch mehr gewesen wäre.

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