Die Lebenden und die Toten (Nele Neuhaus)

csm_9783550080548_cover_d1ffaa6546Endlich wieder ein neuer Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein – mein liebstes, deutsches Ermittlerduo. Und auf ein neues gerät man als Leser mitten hinein in eine Geschichte, wie sie nur Nele Neuhaus so erzählen kann.

Dieses Mal müsssen sich Pia und Oliver mit einem Täter beschäftigen, der scheinbar wahllos Menschen erschießt. Ein Profi, der auf weite Entfernungen seine Todesschüsse abgibt und keinerlei Spuren am Tatort hinterlässt. Während die Ermittler und ihr Team lange Zeit im Dunkeln tappen, bis endlich erste Verbindungen zwischen den Opfern rekonstruierbar sind, wird die Zeit immer knapper und immer mehr Menschen geraten in Gefahr.

Zur Geschichte an sich möchte ich gar nicht viel verraten – man muss sie einfach selber lesen und sich in die Story hineinversetzen. Der Stil von Nele Neuhaus macht das sehr einfach. Der Film, der im Kopf abläuft, während man sich den Worten widmet, ist manchmal schon fast zu real. Und genau das ist es, was mich an diesen Büchern immer wieder fasziniert: Ich will sie einfach nicht aus der Hand legen, weil die Geschichte nicht mal eben abzubrechen ist.

Besonders gut gefällt mir an der vorliegenden Geschichte, dass sie soviele, unterschiedliche Blickwinkel bietet. Man ist zum Teil in den Planungsarbeiten des Täters, zum Teil natürlich bei den verzweifelten Ermittlungsversuchen der Polizei und zuweilen auch in der Perspektive eines Opferangehörigen (bzw. eines Täter-/Opferangehörigen…was das bedeutet wird klar, wenn man das Buch liest 😉 ). Auch den Ansatz der Geschichte finde ich sehr gelungen. Es ist eine mitreißende Geschichte, die den Täter nicht nur als herzloses Monster darstellt, sondern als Leser kann man zuweilen sogar ein gewisses Maß an Verständnis für ihn aufbringen. Nicht für die Taten als solche, bzw. den Weg, für den er sich entscheidet. Aber das so unendlich viel Schmerz und Leid aus ihm einen Täter machten, ist in Ansätzen nachzuvollziehen. Ein aktuelles Thema, mit dem sich Frau Neuhaus da beschäftigt und um das geschickt eine äußerst spannende Kriminalgeschichte gewoben wurde. Chapeau!

Als Leser kommt man auch Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff wieder ein ganzes Stück näher – lernt sie und Teile ihrer Familien noch besser kennen. Auch das gehört für mich in jedem neuen Fall der beiden dazu und ich bin schon jetzt gespannt darauf, wie sich das Leben der beiden weiterentwickeln wird. Besonders für Oliver wünscht man sich ja letztlich doch eine Weiterentwicklung dessen, was sich da so zaghaft angebahnt hat.

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