Die Lügen der Anderen (Mark Billingham)

IMG_9624Ein eher ruhiger, unaufgeregter Thriller, der erst ganz zum Schluss mit der ganzen Wahrheit heraus rückt. Toll geschrieben und der Autor versteht es meisterhaft, den Verdacht auf alle Personen zu lenken und erst auf der gefühlt letzten Seite den wahren Täter zu entlarven.

Zur Story: Drei Paare aus England lernen sich im Florida Urlaub kennen. Hier verbringen sie einige Essen miteinander und treffen gemeinschaftlich auf eine Frau und deren 13 jährige Tochter. Eben jene Tochter verschwindet während des Aufenthalts der englischen Urlauber und dieser Vermisstenfall (der später zum Mordfall wird, wie sich kurz nach der Abreise der Urlaubenden herausstellt) wird zum Dauerthema, als die Paare sich in England gegenseitig zum Essen einladen.
Im Laufe dieser Treffen wird klar, dass keines der Paare das rosige Leben führt, das sie vorher dargestellt haben und auch, dass sie alle nicht ganz bei der Wahrheit geblieben sind, was ihren jeweiligen Aufenthalt am Tag des Verschwindens des Mädchens anging.

Als Leser wird man fast unerträglich langsam in eine Geschichte gezogen, die zeigt, wie dunkel und verwirrend die menschliche Psyche sein kann. Billingham versteht es zudem ausgezeichnet, alle Personen gleichermaßen schuldig da stehen zu lassen und hinterlässt einen überraschten Leser, der (wenn es ihm so geht wie mir) sich bis zum Ende hat täuschen lassen.

Chapeau!

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